Entmündigung der Bürger

Nun denke ich, dass ich einigermaßen erwachsen bin. Ich stehe selbständig auf, gehe zur Arbeit, verdiene mein Geld, zahle meine Steuern. Zudem entscheide ich, was ich möchte und was ich nicht möchte, was passend für mich ist und wie ich mein Leben gestalte.

Von der Politik hingegen fühle ich mich zunehmend entmündigt. Wenn irgendein Politiker irgendwo ein Problem sieht, dann wird reflexartig der Ruf nach neuen Verboten laut. Ich denke hierbei an Plastikbesteck, Trinkhalme, Wattestäbchen, Plastiktüten, Fahrverbote und viele andere Dinge mehr.

Ich komme mir inzwischen vor, als ob ich von der Politik wie ein kleines Kind behandelt werde. Politiker sprechen mir ab, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen und die Vor- und Nachteile selbst abwägen zu können.

Ich bin erwachsen und möchte auch von der Politik so behandelt werden.

Es wäre doch viel besser, die Menschen zu informieren, mit den Menschen zu reden als wieder einmal von oben ein neues Verbot zu erlassen.

So ist es doch völlig klar, dass viele erwachsene Bürger sich das nicht mehr gefallen lassen wollen und eine Protesthaltung annehmen. Die einzige Möglichkeit für einen Protest ist bei Wahlen, indem die Bürger Protestparteien wählen.

Liebe Politiker, denkt bitte endlich um und macht Politik mit den Bürgern und nicht über den Köpfen der Bürger.

1 Kommentar 19.5.19 08:26, kommentieren

Deutsch-französische Freundschaft

Frankreich ist ein tolles Land, die Landschaft, die Bauwerke, die Kunst und natürlich das hervorragende Essen. Obwohl wir Nachbarn sind, kann man Kulturunterschiede deutlich sehen. Die Franzosen sind nicht so perfekt, dafür strahlen sie eine größere Gelassenheit und Lebensfreude aus. Wir können so viel voneinander in Freundschaft lernen.

13.2.19 17:12, kommentieren

Erbfeindschaft

In Frankreich sehen die Bäume aus wie in Deutschland. Es gibt Felder, Wiesen und Flüsse, genau wie in Deutschland. Die Dörfer mit ihren Häusern und Kirchen unterscheiden sich kaum von deutschen Ortschaften. Es gibt genauso Menschen wie in Deutschland, auch wenn sie anders reden und lieber Weißbrot statt Schwarzbrot essen. Es ist mir völlig unverständlich, wie eine Erbfeindschaft entstehen konnte.

7.2.19 06:49, kommentieren

Wertschätzung

Die meisten von uns sind darauf trainiert, nutzenorientiert zu denken. Dies lernt man überall: Was bringt es mir, wenn ich etwas machen. Was bringt es mir, wenn ein anderer Mensch etwas für mich macht. Dabei vergessen wir den Menschen. Zumindest mir ging es so und erst vor nicht allzu langer Zeit wurde mir das bewusst. Ein Mensch ist wertvoll unabhängig davon ob er funktioniert, unabhängig von seiner Leistung. Bitte lasst uns das in unserer durchoptimierten kapitalistischen Gesellschaft nicht vergessen.

4.2.19 06:54, kommentieren

Ich mag Loriot

Manchmal denke ich, ich bin in der Vergangenheit hängen geblieben. Immer noch mag ich alte Filme von Loriot anschauen und ich amüsiere mich köstlich über seinen Humor. Vor allem finde ich seine selbstironische differenzierte Weltsicht toll. Er konnte Situationen zerlegen und analysieren, diese dann anschließend sehr feinsinnig wieder zusammensetzen und auf die Spitze treiben. Ich mag diese analytische und differenzierte Sichtweise auf unsere Welt.

Leider kann ich sie heute nicht mehr sehen. In den Nachrichten wird mit plakativen Meldungen und abschreckenden Bildern gearbeitet. Politiker polarisieren, pauschalisieren und teilen dadurch die Welt. Und auch viele unserer aktuellen Comedians passen sich dem an mit einem derben Humor, der oft plump wirkt.

Immer öfter wünsche ich mir die Zeit zurück, in der man differenziert und ohne Hass über ein Thema völlig ergebnisoffen diskutieren konnte, um gemeinsam die beste Lösung zu finden. Vielleicht bin ich aber einfach nur von Gestern.

1.2.19 13:51, kommentieren

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