Sich Groß Machen

Manche Menschen wollen groß erscheinen, größer als die sie umgebenden Menschen. Dies kann man durch ein besonderes Wesen erreichen, das sich in großartigen Taten widerspiegelt. Man kann aber auch versuchen, die Menschen in seiner Umgebung runterzuziehen, um auf diese Art größer zu wirken. Abfällige Bemerkungen, Witze auf Kosten anderer oder das Herumreiten auf Fehlern sind probate Mittel. Auf die Dauer ist dies abstoßend und armselig.

8.12.18 07:27, kommentieren

Schlussverkauf

Smart macht gerade Radiowerbung für Schlussverkauf. Man soll dringend die letzten Benziner kaufen, bevor es nur noch Elektrofahrzeuge gibt; eine völlig surreale Werbung. Smart will seine veraltete Technologie noch an die Kunden loswerden, die dann 15 Jahre damit fahren. Zugleich warnen sie vor ihren eigenen Elektroautos. Das ist kein zukunftsweisendes Konzept, genauso wenig wie dies die gesamte deutsche Autoindustrie hat. Mit Abwrackprämien wird alte Verbrennertechnologie in den Markt gedrückt und damit in den kommenden Jahren die Elektromobilität verzögert. Gleichzeitig wird die momentane Absatzflaute der deutschen Autoindustrie kaschiert. Ich hoffe, dass diese Flaute nur ein temporärer Einbruch ist und die Autoindustrie innovative Lösungen für zukünftige Herausforderung parat hat. Sonst kann aus dem Schlussverkauf für die Verbrenner von Smart schnell ein Schlussverkauf für die komplette deutsche Autoindustrie werden.

1.12.18 17:15, kommentieren

Wie viel?

Ein Gedanke zieht sich in den letzten Jahren durch mein Leben. Wie viel brauche ich wirklich zum Leben? Vielleicht kommt der Gedanke aufgrund der Müllprobleme auf der einen Seite, ich denke dabei an Plastik in den Weltmeeren und an die Verbrennung von Elektroschrott in Afrika. Auf der anderen Seite wird unser Gehirn täglich gewaschen, dass wir nur glücklich mit den neuesten Produkten sind.

Vielleicht kommt mir deshalb immer wieder der Gedanke, was ich wirklich zum Leben brauche. Wie viele Ressourcen unserer Erde darf ich für meine Bedürfnisse verbrauchen? Dabei merke ich immer wieder, wie wenig man wirklich zum Leben benötigt.

3 Kommentare 7.11.18 18:35, kommentieren

Untergehende Imperien

Jedes Imperium hat seine Lebenszeit, manche Imperien sind nach wenigen Jahren Vergangenheit, andere Imperien werden Jahrtausende alt. Doch irgendwann ist die Zeit jedes Imperiums vorbei. Meist geschieht das sehr heftig in Naturkatastrophen oder Kriegen. Ich bin der Meinung, dass wir gerade Zeugen für den Untergang des US-amerikanischen Imperiums sind.

Gerade bin ich in den USA und sehe die große soziale Ungleichheit, wenige Menschen besitzen viel Geld, viele Menschen kämpfen um ihr wirtschaftliches Überleben. Die öffentliche Infrastruktur ist marode und kann die wirtschaftliche Entwicklung nicht ausreichend unterstützen. Die USA leben von den Investments in ihrer Vergangenheit und erhalten ihr Imperium aufgrund ihrer überlegenen Armee aufrecht. Dies ist ganz im Gegensatz zu China, wo sehr viele systematische Investitionen in die Zukunft des Landes erfolgen.

Kündigung von Handelsabkommen, Strafzölle und Abschottung sind verzweifelte Maßnahmen der USA, um ihre wirtschaftliche und militärische Dominanz zu erhalten. Dies wird auf Dauer nicht funktionieren, sondern dies wird den Niedergang beschleunigen. Neue Allianzen werden sich unter Ausschluss der USA bilden.

Ich hoffe, dass dieser Niedergang der USA nur von Wirtschafts- und diplomatischen Kriegen begleitet wird und nicht von realen Kriegen.

3 Kommentare 6.10.18 19:35, kommentieren

Leise Stimmen der Vernunft

Die Lauten, die Polternden haben meist die Oberhand. Sie schreien ihre Meinung heraus und dies laut, aggressiv und so oft wie möglich. Obwohl die Aussagen den Menschen schaden und auch ganz einfach falsch sind, finden sie irgendwann Gehör und werden als gut und richtig empfunden. Oft haben die leisen Menschen mit gut durchdachten fein differenzierten Aussagen dagegen kaum Chancen.

Momentan sehe ich wieder einmal dieses Muster im zunehmenden Nationalismus und Populismus in Deutschland. Jedoch macht es mir gerade große Freude, dass ich auch wieder häufiger reflektierte Menschen sehe und höre, die sich der aktuellen Hauptströmung in der Gesellschaft entgegenstellen. Ich hoffe, dass diese Menschen mehr werden und so eine Bewegung gegen Angst und Hass entsteht.

28.9.18 14:05, kommentieren

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