Erbfeindschaft

In Frankreich sehen die Bäume aus wie in Deutschland. Es gibt Felder, Wiesen und Flüsse, genau wie in Deutschland. Die Dörfer mit ihren Häusern und Kirchen unterscheiden sich kaum von deutschen Ortschaften. Es gibt genauso Menschen wie in Deutschland, auch wenn sie anders reden und lieber Weißbrot statt Schwarzbrot essen. Es ist mir völlig unverständlich, wie eine Erbfeindschaft entstehen konnte.

7.2.19 06:49, kommentieren

Wertschätzung

Die meisten von uns sind darauf trainiert, nutzenorientiert zu denken. Dies lernt man überall: Was bringt es mir, wenn ich etwas machen. Was bringt es mir, wenn ein anderer Mensch etwas für mich macht. Dabei vergessen wir den Menschen. Zumindest mir ging es so und erst vor nicht allzu langer Zeit wurde mir das bewusst. Ein Mensch ist wertvoll unabhängig davon ob er funktioniert, unabhängig von seiner Leistung. Bitte lasst uns das in unserer durchoptimierten kapitalistischen Gesellschaft nicht vergessen.

4.2.19 06:54, kommentieren

Ich mag Loriot

Manchmal denke ich, ich bin in der Vergangenheit hängen geblieben. Immer noch mag ich alte Filme von Loriot anschauen und ich amüsiere mich köstlich über seinen Humor. Vor allem finde ich seine selbstironische differenzierte Weltsicht toll. Er konnte Situationen zerlegen und analysieren, diese dann anschließend sehr feinsinnig wieder zusammensetzen und auf die Spitze treiben. Ich mag diese analytische und differenzierte Sichtweise auf unsere Welt.

Leider kann ich sie heute nicht mehr sehen. In den Nachrichten wird mit plakativen Meldungen und abschreckenden Bildern gearbeitet. Politiker polarisieren, pauschalisieren und teilen dadurch die Welt. Und auch viele unserer aktuellen Comedians passen sich dem an mit einem derben Humor, der oft plump wirkt.

Immer öfter wünsche ich mir die Zeit zurück, in der man differenziert und ohne Hass über ein Thema völlig ergebnisoffen diskutieren konnte, um gemeinsam die beste Lösung zu finden. Vielleicht bin ich aber einfach nur von Gestern.

1.2.19 13:51, kommentieren

Sich groß machen

Es ist wohl ein natürliches Bedürfnis von uns Menschen, von anderen Menschen beachtet zu werden. Dieses Bedürfnis sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Es gibt die grauen Mäuse, die kaum wahrgenommen werden. Es gibt aber auch die Menschen, die immer im Mittelpunkt stehen wollen und dies mit allen Mitteln zu erreichen versuchen.

Eine sehr einfache Methode ist es, andere Menschen abzuwerten. Damit sieht man selbst größer aus. Diese Abwertung kann gesehen, indem man die Leistungen anderer Menschen schlecht redet, abfällige Bemerkungen oder Witze über sie macht. Es gibt hier sehr subtile Möglichkeiten, die beim ersten Hören gar nicht auffallen. Erst bei längerem Nachdenken erschließen sich manchmal die Motive für ein solches Handeln.

Auch ich bin gegen solches Handeln nicht immun.

1 Kommentar 27.1.19 09:04, kommentieren

Sich Groß Machen

Manche Menschen wollen groß erscheinen, größer als die sie umgebenden Menschen. Dies kann man durch ein besonderes Wesen erreichen, das sich in großartigen Taten widerspiegelt. Man kann aber auch versuchen, die Menschen in seiner Umgebung runterzuziehen, um auf diese Art größer zu wirken. Abfällige Bemerkungen, Witze auf Kosten anderer oder das Herumreiten auf Fehlern sind probate Mittel. Auf die Dauer ist dies abstoßend und armselig.

8.12.18 07:27, kommentieren

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