Ich mag Loriot

Manchmal denke ich, ich bin in der Vergangenheit hängen geblieben. Immer noch mag ich alte Filme von Loriot anschauen und ich amüsiere mich köstlich über seinen Humor. Vor allem finde ich seine selbstironische differenzierte Weltsicht toll. Er konnte Situationen zerlegen und analysieren, diese dann anschließend sehr feinsinnig wieder zusammensetzen und auf die Spitze treiben. Ich mag diese analytische und differenzierte Sichtweise auf unsere Welt.

Leider kann ich sie heute nicht mehr sehen. In den Nachrichten wird mit plakativen Meldungen und abschreckenden Bildern gearbeitet. Politiker polarisieren, pauschalisieren und teilen dadurch die Welt. Und auch viele unserer aktuellen Comedians passen sich dem an mit einem derben Humor, der oft plump wirkt.

Immer öfter wünsche ich mir die Zeit zurück, in der man differenziert und ohne Hass über ein Thema völlig ergebnisoffen diskutieren konnte, um gemeinsam die beste Lösung zu finden. Vielleicht bin ich aber einfach nur von Gestern.

1.2.19 13:51, kommentieren

Sich groß machen

Es ist wohl ein natürliches Bedürfnis von uns Menschen, von anderen Menschen beachtet zu werden. Dieses Bedürfnis sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Es gibt die grauen Mäuse, die kaum wahrgenommen werden. Es gibt aber auch die Menschen, die immer im Mittelpunkt stehen wollen und dies mit allen Mitteln zu erreichen versuchen.

Eine sehr einfache Methode ist es, andere Menschen abzuwerten. Damit sieht man selbst größer aus. Diese Abwertung kann gesehen, indem man die Leistungen anderer Menschen schlecht redet, abfällige Bemerkungen oder Witze über sie macht. Es gibt hier sehr subtile Möglichkeiten, die beim ersten Hören gar nicht auffallen. Erst bei längerem Nachdenken erschließen sich manchmal die Motive für ein solches Handeln.

Auch ich bin gegen solches Handeln nicht immun.

27.1.19 09:04, kommentieren

Sich Groß Machen

Manche Menschen wollen groß erscheinen, größer als die sie umgebenden Menschen. Dies kann man durch ein besonderes Wesen erreichen, das sich in großartigen Taten widerspiegelt. Man kann aber auch versuchen, die Menschen in seiner Umgebung runterzuziehen, um auf diese Art größer zu wirken. Abfällige Bemerkungen, Witze auf Kosten anderer oder das Herumreiten auf Fehlern sind probate Mittel. Auf die Dauer ist dies abstoßend und armselig.

8.12.18 07:27, kommentieren

Schlussverkauf

Smart macht gerade Radiowerbung für Schlussverkauf. Man soll dringend die letzten Benziner kaufen, bevor es nur noch Elektrofahrzeuge gibt; eine völlig surreale Werbung. Smart will seine veraltete Technologie noch an die Kunden loswerden, die dann 15 Jahre damit fahren. Zugleich warnen sie vor ihren eigenen Elektroautos. Das ist kein zukunftsweisendes Konzept, genauso wenig wie dies die gesamte deutsche Autoindustrie hat. Mit Abwrackprämien wird alte Verbrennertechnologie in den Markt gedrückt und damit in den kommenden Jahren die Elektromobilität verzögert. Gleichzeitig wird die momentane Absatzflaute der deutschen Autoindustrie kaschiert. Ich hoffe, dass diese Flaute nur ein temporärer Einbruch ist und die Autoindustrie innovative Lösungen für zukünftige Herausforderung parat hat. Sonst kann aus dem Schlussverkauf für die Verbrenner von Smart schnell ein Schlussverkauf für die komplette deutsche Autoindustrie werden.

1.12.18 17:15, kommentieren

Wie viel?

Ein Gedanke zieht sich in den letzten Jahren durch mein Leben. Wie viel brauche ich wirklich zum Leben? Vielleicht kommt der Gedanke aufgrund der Müllprobleme auf der einen Seite, ich denke dabei an Plastik in den Weltmeeren und an die Verbrennung von Elektroschrott in Afrika. Auf der anderen Seite wird unser Gehirn täglich gewaschen, dass wir nur glücklich mit den neuesten Produkten sind.

Vielleicht kommt mir deshalb immer wieder der Gedanke, was ich wirklich zum Leben brauche. Wie viele Ressourcen unserer Erde darf ich für meine Bedürfnisse verbrauchen? Dabei merke ich immer wieder, wie wenig man wirklich zum Leben benötigt.

3 Kommentare 7.11.18 18:35, kommentieren

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